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Erste Schritte fur eine Umsetzung von internationalen Richtlinien zur BiosicherheitDie Pilotphase des sogenannten Biosafety Clearing House (BCH), eine unter dem Cartagena Protokoll eingerichtete Informationsplattform, wurde vom ersten Internationalen Komitee des Cartagena Protokolls zur Biosicherheit (ICCP-1) gestartet, das sich in Montpellier (Frankreich) vom 11 bis 15 Dezember 2000 traf. Vertreter von 83 Landern der Konvention fur biologische Vielfalt und 131 Abgesandte von internationalen Organisationen, von Nicht-Regierungsorganisationen sowie der Industrie nahmen an diesem Treffen teil, um das Inkrafttreten des Cartagena Protokoll vorzubereiten. Erwartet wird dieser Schritt im Verlauf des Jahres 2002. 2001-01-31 au/mo. Das Cartagena Protokoll stellt einen rechtlichen Rahmen dar, fur das Vorbeugen Risiken, die im Zusammenhang mit der „grenzuberschreitenden Bewegung von lebenden genetisch veranderten Organismen (any living modified organism, LMO) .... und ihrem Einfluss auf die Bewahrung und den nachhaltigen Nutzen der biologischen Vielfalt“ stehen.“ Die Teilnehmer diskutierten in Montpellier die Modalitaten, die notig sind, um die Umsetzung des Protokolls vorzubereiten. Folgende Punkte wurden hierbei behandelt: Austausch von Informationen, Aufbau von Kapazitaten, Verfahren zur Entscheidungsfindung, Handhabung, Transport, Verpackung und Kennzeichnung sowie Bewilligung. Das Cartagena Protokoll wurde am 29. Januar in Montreal (Kanada) angenommen. Es hatte seine Anfange 1995 bei einer „Ad Hoc Working Group on Biosafety“, die von der Konvention uber die biologische Vielfalt (gemass Art. 19, Paragraph 3) eingerichtet wurde. Die Teilnehmerstaaten der Konvention verhandelten auf zwei Treffen (Cartagena, 1999; Montreal, 2000) intensiv uber das Protokoll. Ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Protokolls ist die Schaffung des Biosafety Clearing-House (BCH) Mechanismus, der eine Informationsplattform fur den Austausch von wissenschaftlicher, technischer, umweltbezogener und rechtlicher Information ist. Wenn das BCH seine Funktion aufnimmt, konnen die Entwicklungslander bei ihren Entscheidungen bezuglich der Einfuhr von LMOs diese Informationen benutzen. Der Aufbau von Kapazitaten war ein weiterer wichtiger Punkt des ICCP-1. Es war erkannt worden, dass vielen Entwicklungslandern die notwendigen Infrastrukturen und das Know-how zur Umsetzung des Protokolls noch fehlen. Auf dem ICCP-1 stellte die UNEP (United Nations Environment Programme) in Zusammenarbeit mit der Global Enviromental Facility (GEF) ihr Projekt zur Entwicklung von nationalen Frameworks fur die biologische Sicherheit vor. Ein Workshop fur Experten zum Aufbau von Kapazitaten ist fur Juni 2001 in Kuba geplant. Erwartet werden Vertreter von Regierungen, Nicht-Regierungsorganisationen und internationalen Vereinigungen.
http://www.iisd.ca/biodiv/iccp1/index.html
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